Frage: Hat SANHA eine Presslösung für Dampfanlagen?

Antwort: Für Dampfanlagen empfehlen wir das Rohrleitungssystem NiroSan® aus hochlegiertem Edelstahl 1.4404 / 316L mit schwarzer EPDM-Dichtung bei Betriebsbedingungen bis 12 bar und 120 ºC oder NiroSan® Industry mit roter FKM-Dichtung bis 12 bar und 200 ºC.

Frage: Welches Rohrleitungssystem eignet sich für Edelgase?

Antwort: Edelgase sind Helium, Argon, Neon, Krypton, Xeon, Radon sowie Oganesson. Sie sind auch als inerte Gase bekannt, da sie nicht brennbar und schwer wasserlöslich sind. Inerte Gase werden aufgrund dieser Eigenschaften meist als Schutzgase beim Schweißen oder auch zum Kühlen benutzt. Wir empfehlen dafür die Serien 6000 und 8000 (Kupfer bzw. Siliziumbronze CuSi) mit schwarzer EPDM-Dichtung oder die Serie 9000 NiroSan® aus Edelstahl 1.4404 /316L mit schwarzer EPDM-Dichtung.

Frage: Was empfiehlt SANHA für die Legionellenbehandlung?

Antwort: In einer idealen Welt ist die Trinkwasserinstallation so ausgelegt, installiert und betrieben, dass etwa Stagnation und die Erwärmung der Kaltwasserleitung verhindert werden (etwa durch eine Ringleitung, die Platzierung des größten Verbrauchers am Ende eine Leitung oder die Einhaltung von Abständen zwischen Warm- und Kaltwasserleitung). Die Betriebstemperatur sollte stets 60 °C betragen und niemals unter 50 °C liegen. Kommt es dennoch zu einem Befall, sollte eine thermische Desinfektion durchgeführt werden. Die Temperatur des Trinkwassers wird dabei zunächst auf 70 bis 90 ºC erhöht. Danach werden alle Zapfstellen geöffnet und die Leitungen für mindestens 3 Minuten durchgespült (Verbrühungsgefahr beachten!). Allerdings wird dadurch nur das Warmwassernetz desinfiziert und es kann Kalk freigesetzt werden, der an anderen Stellen (Pumpe) zu Problemen führt oder erneut als Nährboden für Legionellen dienen kann. Alle unsere Rohrleitungssysteme für Trinkwasser können Temperaturen bis 120 °C standhalten.

Frage: Wie lange halten Press-Fittings und Rohre von SANHA?

Antwort: Wir legen bei der Entwicklung großen Wert auf Qualität und eine lange Lebensdauer. So haben wir durch unsere eigenen Werke in Deutschland und Europa sowie die Qualitätsprüfungen in eigenen Laboreinrichtungen nicht nur eine Eigenfertigungsquote von weit über 80 %, sondern können selbst Prüfungen durchführen. Labortechnisch wird eine für alle Press-Systeme eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren simuliert.

Frage: Kann ich Presssysteme für Lebensmittel verwenden?

Antwort: Es kommt auf das Lebensmittel an. Für das Lebensmittel Nummer 1 – Trinkwasser – verfügen alle unsere Edelstahlsysteme sowie SANHA-Press aus Kupfer und die bleifreien Serien PURAPRESS, PURAFIT® und 3fit®-Press über alle notwendigen Zertifikate für Trinkwasser.
Grundsätzlich müssen Rohrleitungssysteme in der Lebensmittelindustrie hohen Qualitätsanforderungen entsprechen. Presssysteme wie z. B. das Premium-System NiroSan® aus hochlegiertem Edelstahl können theoretisch für Alkohole (Wein, Bier, Apfelwein usw.) verwendet werden. In diesen Fällen desinfiziert der Alkohol das System sogar. Allerdings entsteht beim Pressen ein kleiner Spalt zwischen dem Rohr und dem Fitting. Hier können sich Bakterien oder Rückstände ansammeln, die regelmäßig desinfiziert werden müssen. Aus diesem Grund raten wir von der Verwendung von Presssystemen etwa für Milch ab. Auch können dickflüssige oder kalorienreiche Flüssigkeiten das Bakterienwachstum begünstigen.
Allerdings müssen in der Lebensmittelindustrie grundsätzlich alle medienführenden Leitungen aus Edelstahl sein, d.h. auch die für Druckluft, Heizung, Gas etc. hier verweisen wir auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unserer Edelstahlsysteme, insbesondere NiroSan und NiroTherm.
Für die Lebensmittelleitung selbst bieten wir alternativ Lötfittings aus Kupfer an. Bei der Verbindung muss streng darauf geachtet werden, dass sich kein Zunder im Rohr bildet und zu Verunreinigungen führt. Alle Rohre müssen bei Transport und Lagerung sauber bleiben und mit Schutzkappen versehen sein und alle Fittings müssen bis zur Installation im ungeöffneten Schutzbeutel verbleiben.

Frage: Was bedeutet "combipress"?

Antwort: Alle unsere Presssysteme verfügen über dieses Qualitätsmerkmal. "combipress" hat drei Vorteile:
1. Werkzeugkompatibilität (WZK) Die WZK ist ein wichtiger Teil von combipress. Das klingt vielleicht kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach - unsere Pressfittings können bis einschließlich DN 54 mm mit den Originalkonturen SA, V und M (bei Kunststoff-Pressverbindungen sind es die Konturen TH, B, F, H oder U) verpresst werden. Das spart Zeit, Geld und schafft Platz im Werkzeuglager, denn für Verarbeiter entfällt die Notwendigkeit, jedes Mal neues Werkzeug anzuschaffen, das dann bei ungewöhnlichen Dimensionen nur ein- oder zweimal benötigt wird. Unsere Gewährleistungserklärungen mit dem ZVSHK, dem BTGA und dem VDKF finden Sie hier.
2. Push & Stay oder Gleithaftung Rohr und Fitting werden zusammengesteckt und sitzen fest, der Fitting rutscht nicht herunter. Praktisch, insbesondere bei Überkopf-Installationen.
3. UVUD Die Abkürzung steht für „UnVerpresst UnDicht“ und erklärt sich damit fast von selbst - vergessene Verbindungsstellen gehören der Vergangenheit an und fallen spätestens beim Abdrücken auf. Verarbeiter haben somit ein Höchstmaß an Sicherheit, dass alle Verbindungen im jeweiligen Bauabschnitt fachgerecht und langfristig dicht verpresst wurden.

Frage: Kann ich NiroSan® in Bereichen mit hohem Salz- oder Chlorgehalt, z. B. in Schwimmbädern, verwenden?

Antwort: Grundsätzlich ist der Einsatz von NiroSan® oder NiroTherm® möglich. Allerdings spielt nicht nur der Chlorgehalt, sondern auch die Temperatur eine wichtige Rolle: Je höher die Temperatur, desto niedriger darf der Chlorgehalt sein. Bitte wenden Sie sich im Einzelfall an unsere technische Anwendungsberatung unter 02054 925 170 oder technik@sanha.com.

Frage: Können SANHA-Rohre gebogen werden?

Antwort: Ja. NiroSan , SANHA-Therm und SANHA Therm DZ Rohre können in allen Abmessungen (12-108mm) gebogen werden. Bis einschließlich Durchmesser 28 mm übernehmen wir die Gewährleistung, wenn Sie eine kalibrierte und gewartete Biegemaschine einsetzen. Bei Durchmessern über 28 mm liegt die Verantwortung für eine einwandfreie Verarbeitung beim Installateur bzw. dem Hersteller der Biegemaschine. Wandstärkenoptimierte Rohre (NiroSan®-ECO und NiroTherm®) und nickelfreies Rohr NiroSan F dürfen nicht gebogen werden.

Frage: Können Edelstahl und Kupfer in einem Trinkwassersystem gemischt werden?

Antwort: Unter Korrosionsgesichtspunkten kann unser Premium-Edelstahlsystem NiroSan® problemlos mit Kupfer und Kupferlegierungen gemischt werden, solange das Verhältnis der Kupfer-Oberfläche zur Edelstahl-Oberfläche größer als 2% ist. Dies gilt auch für Kupferlegierungen. Dazu bieten wir vollständig bleifreie Fittings aus Siliziumbronze CuSi an (Pressfittings PURAPRESS®, Gewinde- und Übergangsfittings PURAFIT® sowie 3fit®-Press für Kunststoffrohre. Wir raten dringend und grundsätzlich aus gesundheitlichen Gründen vom Einsatz bleihaltiger Fittings aus Kupferlegierungen in Trinkwasserinstallationen ab. Wichtig dabei: Auch die Verwendung von Werkstoffen der UBA-Positivliste bietet keine Gewähr für eine Einhaltung des Trinkwasser Grenzwerts der WHO für Blei – und eine Mängelbeseitigung kann sehr teuer werden.).

Frage: Kann jedes SANHA-System für Vakuuminstallationen verwendet werden?

Antwort: Alle unsere Presssysteme sind auf einen Absolutdruck von 200 mbar (1 bar = Atmosphärendruck) geprüft, daher können sie ideal für Vakuum eingesetzt werden.

Frage: Kann das 3fit®-Presssystem aus Kunststoff bei Temperaturen über 70 °C eingesetzt werden?

Antwort: Das ist theoretisch möglich. Die Lebensdauer des Kunststoffsystems wird bei Dauertemperaturen über 70 °C aber stark reduziert. Auch wenn im Markt teilweise Betriebstemperaturen von 95 °C angegeben werden, sind diese mit großer Vorsicht zu behandeln! Bei Temperaturen über 70 °C empfehlen wir deswegen je nach Anwendung eines unserer metallischen Systeme wie NiroSan®, NiroTherm®, SANHA®-Press oder SANHA®-Therm® einzusetzen.

Frage: Ist es ratsam, Edelstahl dort einzusetzen, wo Gips und Zement vorhanden sind?

Antwort: Edelstahl, insbesondere hochlegierte Rohre, sind sehr widerstandsfähig gegen Korrosion. Wenn Gips oder Zement auf das Rohr fällt und dann entfernt wird und das Rohr keine weiteren Schäden aufweist, ist dies kein Problem. Unter ungünstigen Umständen kann es jedoch auch hier bei sehr langfristigem Kontakt zu Korrosion kommen.

Allerdings sollten Rohrleitungen im Mauerwerk grundsätzlich isoliert sein, schon alleine, um eine thermische Ausdehnung zu ermöglichen.

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